Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch: Darauf kommt’s an!

03 Mrz

Karriere

10 Tipps zur Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch

Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch: Darauf kommt’s an!

Endlich! Die Einladung zum Vorstellungsgespräch flattert per E-Mail oder telefonisch ins Haus – oft heiß herbeigesehnt. Herzlichen Glückwunsch! Dann haben Ihre Bewerbungsunterlagen, Ihre Ausbildung und Ihre Erfahrungen einen positiven Eindruck im Wunsch-Unternehmen hinterlassen.

Egal, ob man vor dem Gespräch sehr nervös ist oder ihm ruhig entgegen sieht: Eine gute Vorbereitung erhöht die Chancen im Gespräch – oder eigentlich anders herum: Eine gute Vorbereitung verhindert, dass man vorzeitig ungewollt aus dem Bewerbungsprozess ausscheidet und eine Absage erhält.

Diese Checkliste liefert 10 essentielle Tipps für eine gute Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch:

1. Anreise organisieren

Stellen Sie sicher, dass Sie wissen wo und wann das Vorstellungsgespräch stattfinden wird. Eine sorgfältige Organisation der Anreise mit etwas Pufferzeit stellt sicher, dass Sie nicht gehetzt ankommen. Mit ausreichend Zeit können Sie vorab bei einem Abstecher zur Toilette nochmals Frisur, Make-up, Schuhe o.ä. prüfen und ggf. korrigieren.

2. Dresscode beachten

Je nach Branche ist der Dresscode seriöser (z.B. Bank) oder lockerer (z.B. Werbeagentur), kann sich allerdings auch bei den einzelnen Unternehmen der gleichen Branche unterscheiden. Vielleicht kennen Sie Personen, die bei dem Unternehmen arbeiten, bei dem Sie sich vorstellen. Fragen Sie diese! Falls nicht, ist eine Recherche im Internet zu Erfahrungsberichten anderer Bewerber und Bewerberinnen hilfreich! Grundsätzlich gilt aber: lieber overdressed als underdressed zum Vorstellungsgespräch kommen.

3. Vorbereitung aufs Unternehmen

Informationen zum Unternehmen einzuholen ist ein „Muss“ vor dem Vorstellungsgespräch, wenn man dies nicht ohnehin schon als Vorbereitung zur Erstellung der Bewerbungsunterlagen getan hat. So sollte man auf jeden Fall Daten zu Unternehmensgröße und Produkt- bzw. Dienstleistungsportfolio im Kopf haben. Diese Informationen lassen sich z.B. auf der Website des jeweiligen Unternehmens recherchieren.

4. Vorbereitung auf die Stelle

Die Stellenausschreibung im Kopf zu haben und welche Tätigkeiten die Stelle beinhaltet, auf dich man sich beworben hat, ist wichtig. Darüber hinaus sollte man reflektieren, welche der geforderten Tätigkeiten man in der Vergangenheit bereits ausgeführt hat (und Beispiele dazu im Kopf haben) und welche Aufgaben neue bewältigbare Herausforderungen darstellen.

5. Vorbereitung auf die Gesprächspartner

Sollten Sie die Namen Ihrer Gesprächspartner erhalten haben, recherchieren Sie, welche Positionen diese Personen bekleiden. In Xing oder LinkedIn kann der Werdegang und Interessen der Personen recherchiert werden. Evtl. ergeben sich hier Anknüpfungsmöglichkeiten zur eigenen Person. Auf jeden Fall sollten Sie sich die Namen Ihrer Gesprächspartner merken, um sie ggf. mit Namen ansprechen zu können.

6. Eigene Bewerbungsunterlagen im Kopf haben

Wenig ist peinlicher als wenn der Personaler oder der zukünftige Chef jemandem auf die Sprünge helfen muss, was im Lebenslauf steht bzw. welche Stationen man durchlaufen hat. Ihr Anschreiben und Ihr Lebenslauf sind die Unterlagen, womit sich Ihre Gesprächspartner vorbereiten und viele ihrer Fragen knüpfen an Aussagen, die im Anschreiben oder Lebenslauf getätigt wurden. Stellen Sie also sicher, dass Sie die Inhalte dieser Dokumente detailliert im Kopf haben.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Bewerbungsunterlagen ausgedruckt mit zum Gespräch zu bringen. Einerseits, um sie notfalls Ihrem Gesprächspartner zur Verfügung stellen und andererseits als Spickzettel, falls Ihnen in der Aufregung doch irgendetwas nicht mehr einfällt. Sie können durchaus auch weitere Notizen mitbringen bzw. einen Block oder einen weiteren Zettel, auf dem Sie sich Notizen machen können.

7. Vorbereitung der eigenen Vorstellung / Selbstpräsentation

Rufen Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch Ihre Stationen im Lebenslauf nochmals ins Gedächtnis und was dabei jeweils Ihre wichtigsten Tätigkeiten und Learnings waren. Üben Sie Ihre Selbstpräsentation, evtl. auch in unterschiedlichen Längen. Oft wird mit der Bitte der Vorstellung der eigenen Person eine Zeitvorgabe gesetzt, z.B. 10 Minuten oder gar nur 2 Minuten.

8. Körpersprache im Vorstellungsgespräch

Rufen Sie sich Grundregeln der selbstbewussten Körpersprache ins Gedächtnis, beispielsweise einen festen (normalen) Händedruck, Blickkontakt, ab und an ein Lächeln, keine schlaffe Körperhaltung (z.B. im Stuhl hängen), nicht gelangweilt wirken, keine verschränkten Arme.

9. Vorbereitung auf kritische/schwierige Fragen

Überlegen Sie vorab, welche Fragen im Vorstellungsgespräch gestellt werden könnten und bereiten Sie sinnvolle Antworten darauf vor (z.B. Stärken und Schwächen, Grund für eine Lücke im Lebenslauf).

10. Überlegen sinnvoller eigener Fragen

Oft erhalten Sie im Vorstellungsgespräch die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen. Dies dient nicht nur zur bestmöglichen Information für Sie selber, sondern zeigt Ihren Gesprächspartnern auch Ihr Interesse an der Stelle und am Unternehmen. Überlegen Sie sich deshalb vorab einige sinnvolle Fragen, die Sie stellen möchten, wenn sich die Gelegenheit bietet. Beispielsweise könnte hier die Frage nach der Teamgröße und den Kollegen gestellt.

Wenn es dann für Sie, lieber Leser, liebe Leserin, soweit ist: Viel Erfolg bei Ihrem Vorstellungsgespräch!

Profilfoto Daniela Pelger
Daniela Pelger
Coach & Trainerin

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